Tower of London
Am nördlichen Ufer der
Themse befindet sich der
Tower von London, ein im
Mittelalter errichteter Komplex aus mehreren befestigten Gebäuden
entlang des Flusses, der als Festung, Waffenkammer (stronghouse),
königlicher Palast und Gefängnis, insbesondere für Gefangene der
Oberklasse, diente. Außerdem waren dort die Münze, das Staatsarchiv,
ein Waffenarsenal und ein Observatorium untergebracht.
Bis zu
Jakob I. wohnten alle englischen
Könige und Königinnen zeitweise dort. Es war üblich, dass der
Monarch vor dem Tag seiner Krönung im Tower übernachtete und dann in
feierlichem Zug durch die Stadt nach Westminster ritt. Heute werden
im Tower die
britischen Kronjuwelen aufbewahrt,
ferner eine reichhaltige Waffensammlung.
1078 ordnete
Wilhelm der Eroberer an, den
White Tower hier zu bauen. Er sollte die
Normannen vor den Menschen der
City of London, aber auch London
überhaupt schützen. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Festung
ständig erweitert.
Sie wird von einem breiten Wassergraben
umgeben. Ein Außenwall schützt die inneren Gebäude. In der Mitte des
Geländes steht der mächtige „Weiße Turm“. Von weitem wirkt er
quadratisch, aber drei der Ecken bilden keine rechten Winkel und
alle vier Seiten sind verschieden lang.
Die
UNESCO hat das Bauwerk 1988 zum
Weltkulturerbe der Menschheit
erklärt.
Tower Bridge
Die
Tower Bridge ist eine Straßenbrücke
über die Themse. Sie verbindet die City of London auf der Nordseite
mit dem Stadtteil Southwark im gleichnamigen Stadtbezirk (London
Borough of Southwark) auf der Südseite. Es handelt sich
hierbei um eine im
neugotischen Stil errichtete
Klappbrücke und um die am
östlichsten gelegene Themsebrücke; darüber führt die Hauptstraße
A100.
Am Nordufer befinden sich der Tower of
London (nach dem die Brücke benannt ist) und die
St Katharine Docks, am Südufer die
City Hall. Die Brücke ist im Besitz
von Bridge House Estates, einer Wohlfahrtsorganisation der City
of London Corporation, die auch für den Unterhalt zuständig ist.
Gelegentlich wird die Tower Bridge fälschlicherweise
London Bridge genannt, diese jedoch
ist die nächste Brücke stromaufwärts.
Die Tower Bridge ist 244 Meter lang, die
Höhe der beiden Brückentürme beträgt 65 Meter. Die Fahrbahn zwischen
den 61 Meter voneinander entfernten Türmen liegt neun Meter über dem
Fluss, die Fußgängerbrücke 43 Meter. Die beiden Basküle können bis
zu einem Winkel von 83 Grad hochgeklappt werden, um größeren
Schiffen die Durchfahrt zu ermöglichen. Fertiggestellt wurde die
Tower Bridge im Jahre 1894.
Palace of Westminster
Bekanntester Turm in London ist der 98 Meter
hohe Glockenturm, in dem sich
Big Ben befindet, die mit 13 Tonnen
schwerste der fünf Glocken, welche den bekannten
Westminsterschlag spielen. Er ist
ein Teil des
Palace of Westminster, einem
monumentalem, im
neugotischen Stil errichtetem
Gebäude, in dem das aus dem
House of Commons und dem
House of Lords bestehende
britische Parlament tagt. Der
Palast befindet sich in der
City of Westminster am
Parliament Square, in unmittelbarer
Nähe zu
Whitehall. Er wurde von der UNESCO
1987 zum Weltkulturerbe erklärt.
Der älteste erhaltene Teil des Palastes ist
die Westminster Hall aus dem Jahr 1097. Ursprünglich diente
er als Residenz der englischen Könige, doch seit 1529 hat kein
Monarch mehr hier gelebt. Vom ursprünglichen Gebäude ist nur wenig
erhalten geblieben, da es im Jahr 1834 bei einem verheerenden
Großbrand fast vollständig zerstört wurde. Der für den Wiederaufbau
verantwortliche Architekt war
Charles Barry.
Die wichtigsten Räume des Palastes sind die
Ratssäle des House of Commons und des House of Lords. Daneben gibt
es rund 1.100 weitere Räume, darunter Sitzungszimmer, Bibliotheken,
Lobbys, Speisesäle, Bars und Sporthallen. Der Begriff Westminster
ist im britischen Sprachgebrauch oft gleichbedeutend für den
Parlamentsbetrieb, ist also ein
Metonym für Parlament.
Buckingham Palace
Der
Buckingham Palace im Stadtbezirk
City of Westminster ist die offizielle Residenz des britischen
Monarchen in London. Neben seiner Funktion als Wohnung von Königin
Elisabeth II. dient er auch als
Austragungsort für offizielle Anlässe des Staates. So werden in ihm
ausländische Staatsoberhäupter bei ihrem Besuch in Großbritannien
empfangen. Daneben ist er ein wichtiger Anziehungspunkt für
Touristen. Die ursprüngliche georgianische Inneneinrichtung
beinhaltete auf Vorschlag von Sir Charles Long die großzügige
Verwendung von Marmormalerei („Scagliola“) in leuchtenden Farben
sowie blaue und rosafarbene
Lapislazuli.
Unter König
Eduard VII. fand eine großangelegte
Neuausstattung im Stil der
Belle Époque statt. Dabei wurde ein
Farbschema aus einer Kombination von Cremetönen und Gold verwendet.
Viele der kleineren Empfangsräume sind im chinesischen
Regency-Architekturstil gehalten. Sie wurden mit Möbelstücken und
Dekorationen ausgestattet, die nach dem Tod König
Georgs IV. aus dem
Royal Pavilion in
Brighton sowie aus
Carlton House herbeigeschafft
wurden.
St. James’s Palace
Der
St. James’s Palace befindet sich in
der City of Westminster. Das Gebäude war bis 1837 die offizielle
Londoner Residenz des jeweiligen britischen Monarchen. Er ist heute
noch der offizielle Verwaltungssitz des königlichen Hofes. Hier
werden die Botschafter Großbritanniens
akkreditiert. Auch die Proklamation
eines neuen Monarchen findet hier statt. Das Gebäude wurde in der
Zeit von 1532 bis 1540 durch
Heinrich VIII. errichtet.
Heute wird der Palast vom
Prince of Wales und anderen
Verwandten der Königin bewohnt. Der frühere Sitz der britischen
Königinmutter,
Clarence House, liegt innerhalb der
Palastmauern. Das Anwesen wird nur durch den
St. James’s Park vom Buckingham
Palace getrennt. Ein interessantes Schauspiel ist die
Wachablösung am Palast. In den
Sommermonaten April bis Juli findet diese täglich, ansonsten alle
zwei Tage statt.
Hampton Court Palace
Hampton Court Palace ist ein
Schloss im Stadtbezirk Richmond upon Thames, unmittelbar neben dem
Bushy Park. Gebäude und Parkanlagen
wurden unter den verschiedenen Bewohnern verändert und erweitert,
sodass heute Architekturelemente des
Tudorstils und des englischen
Barock erhalten sind. Das Schloss
war Wohnsitz zahlreicher britischer Könige und Königinnen.
Seit der Regierungszeit
Georg III. bewohnen britische
Monarchen andere Londoner Schlösser und
Königin Viktoria öffnete 1838 den
Palast für die Öffentlichkeit. Teilbereiche des Palastes wurden an
verdiente Veteranen vermietet. 1986 brach in solch einer Wohnung ein
Feuer aus, das den Palast teilweise zerstörte. Die
Wiederaufbaumaßnahmen dauerten bis 1995 an.
Kensington Palace
Der
Kensington Palace liegt im
Stadtbezirk
Kensington and Chelsea. Das von Sir
Christopher Wren umgestaltete
Schloss war früher ein privater Landbesitz und wurde im Jahre 1689
von
Mary II. und
Wilhelm III. ausgebaut, um im
Winter nicht die Feuchtigkeit der
Whitehall ertragen zu müssen. In
den nächsten 70 Jahren wurde der Palast immer wichtiger für das
gesellschaftliche und politische Leben des Landes.
Zu Lebenszeiten von
George I. und
George II. wurde das Anwesen
verschwenderisch mit Prunkgemächern ausgestattet und erhielt eine
herausragende Möbel- und Gemäldesammlung. Besonders bekannt sind vor
allem die aufwendigen Deckenverzierungen von
William Kent. Nachdem George II. im
Jahre 1760 plötzlich starb, verlor das Gebäude immer mehr an
Bedeutung. Bis heute lebte nie wieder ein regierender Monarch hier.
Allerdings werden Teile des Palastes von Mitgliedern der
Königsfamilie bewohnt.
Wolkenkratzer
Seit der Jahrtausendwende erlebt London im
Bereich der Wolkenkratzer einen Bauboom, der sich unter anderem in
dem 310 Meter hohen
The Shard, dem 288 Meter hohen
Bishopsgate Tower und rund dreißig
weiteren Wolkenkratzern mit einer Höhe von mehr als 150 Metern
zeigt. The Shard war von Juli bis Oktober 2012 das höchste
Gebäude Europas.
Östlich des Stadtzentrums befinden sich
beidseits der Themse die
Docklands, zu denen auch
Canary Wharf mit dem
One Canada Square gehört. Mit einer
Höhe von 236 Metern und 50 Stockwerken ist es nach The Shard
das zweithöchste bewohnbaren Gebäuden in Großbritannien. (Der
Fernsehturm Emley Moor, das höchste
freistehende Bauwerk Großbritanniens bei
Huddersfield, ist 330 Meter hoch.)
Das Gebäude wird flankiert von zwei weiteren Wolkenkratzern, die
zehn Jahre später entstanden sind und beide 200 Meter hoch sind:
HSBC Tower (8 Canada Square) und
Citigroup Centre (25 Canada
Square). Weitere Wolkenkratzer befinden sich im Zentrum Londons,
darunter der
Tower 42 und
30 St Mary Axe.
London Eye
Das London Eye bei Nacht mit
weihnachtlicher Beleuchtung
Am Südufer der Themse, nahe der
Westminster Bridge, steht das
Riesenrad
London Eye. Die Anlage, die mit
einer Höhe von 135,36 Metern bis Anfang 2006 das höchste Riesenrad
der Welt war, sollte bereits zum Jahreswechsel 2000 fertiggestellt
werden. Aufgrund von Sicherheitsmängeln ist die Konstruktion aber
erst einige Wochen später in Betrieb genommen worden.
Das London Eye besitzt 32 fast vollständig
aus Glas geformte Kapseln, in denen jeweils bis zu 25 Personen Platz
finden. Das Rad dreht sich mit einer Geschwindigkeit von 0,26 m/s
und braucht für eine Umdrehung 30 Minuten. Sind die
Sichtverhältnisse optimal, kann man vom Riesenrad aus bis zu 40
Kilometer weit sehen, unter anderem bis zum etwas außerhalb der
Stadt gelegenen
Schloss Windsor. Drehachse und
Stützen des Riesenrads wurden von der tschechischen
Maschinenbaufirma
Škoda geliefert.
Battersea Power Station
Battersea Power Station
Die
Battersea Power Station ist ein
Kohlekraftwerk im Stadtteil
Wandsworth, das von 1933 bis 1983 in Betrieb war. Das markante und
zugleich umstrittene Wahrzeichen Londons ist eines der größten
Ziegelgebäude Europas und befindet sich am Südufer der Themse in der
Nähe der
Grosvenor Bridge.
Die Battersea Power Station ist auf
Musikalben zahlreicher britischer Pop- und Rockbands abgebildet. Am
bekanntesten ist die Abbildung auf dem Cover des 1977 erschienenen
Albums
Animals von
Pink Floyd, das das
Elektrizitätswerk mit einem großen
Plastikschwein zwischen den Kaminen schwebend zeigt. Weitere
Beispiele sind das Album
Quadrophenia von
The Who (1973), Adventures
Beyond The Ultraworld von
The Orb, Live Frogs: Set 2
von
Les Claypool’s Frog Brigade (eine
Coverversion von Animals) und Power Ballads von
London Electricity.
Thames Barrier
Die
Thames Barrier auf der Themse im
Stadtteil
Woolwich ist das größte bewegliche
Flutschutzwehr der Welt. Die Planungen für das Bauwerk begannen nach
einer schweren Sturmflut im Jahre 1953, bei der 307 Menschen ums
Leben kamen. 1974 wurde mit dem Bau begonnen. Die Einweihung
erfolgte am 8. Mai 1984 durch Königin Elisabeth II.
Das Sperrwerk besteht aus zehn schwenkbaren
Toren. Um den Schiffsverkehr nicht zu behindern, sind sie im offenen
Zustand auf den Boden der Themse abgesenkt. Schiffe mit bis zu
16 Metern
Tiefgang können dann problemlos das
Sperrwerk passieren. Die vier mittleren Tore, durch die der
Schiffsverkehr läuft, sind je 60 Meter breit, 10,5 Meter hoch und
wiegen je 1.500 Tonnen. Das gesamte Bauwerk hat eine Länge von
523 Metern. Droht eine Sturmflut, können die Tore innerhalb von
15 Minuten geschlossen werden.
Sakrale Bauwerke
Saint Paul’s Cathedral
In der
City of London, etwa 300 Meter
nördlich der Themse, steht die von
Christopher Wren entworfene
Saint Paul’s Cathedral, die
Hauptkirche der
Anglikanischen Kirche in London.
Die Schnitzarbeiten des Chorgestühls stammen von
Grinling Gibbons, die
Schmiedeeisernen Chorschranken von Jean Tijou. Erst 1890 wurden die
Glasmosaiken an der Decke über dem
Chor von William Richmond
fertiggestellt. Der
Hochaltar, nach Plänen Wrens
gebaut, ist das Werk von Dykes Bower und Godfrey Allan, die ihn 1958
vollendeten.
Die Kathedrale hat eine kreuzförmige
Grundfläche, die in Ost-West Richtung ausgerichtet ist. In der Mitte
dieses Kreuzes befindet sich eine Kuppel, auf der sich eine 750
Tonnen schwere
Laterne befindet, die in 111 Meter
Höhe endet. Um diese gewaltige Last abzuleiten, befindet sich
zwischen der äußeren und der inneren Kuppel ein konischer
Steinaufbau, der auf den massigen Vierungspfeilern ruht.
An der Kuppelbasis in etwa 30 Meter Höhe
befindet sich in der Kirche ein ringförmiger Umgang mit einem
Durchmesser von 34 Meter, die sogenannte Whispering Gallery,
die
Flüstergalerie. Der Schall wird
hier durch die gebogenen Wände immer wieder zurück in das Innere des
Rings reflektiert, sodass ein geflüstertes Wort auf die andere Seite
der Kuppel getragen werden kann. Sie ist 365 Fuß hoch, einen Fuß für
jeden Tag im Jahr.
Steigt man bis zur Spitze hinauf, so gelangt
man auf die Golden Gallery, mit der Möglichkeit einer Aussicht über
London. Unter der Kirche befindet sich eine weitläufige
Krypta, in der zahlreiche
bedeutende Persönlichkeiten der britischen Geschichte beigesetzt
sind.
St. Margaret’s Church
Die
St. Margaret’s Church ist eine
anglikanische Kirche. Sie befindet sich im Stadtteil City of
Westminster am
Parliament Square, unmittelbar
neben der
Westminster Abbey und gegenüber dem
Palace of Westminster. Es ist die
Pfarreikirche des
britischen Parlaments.
Sehenswert ist das östliche Fenster mit
flämischer Glasmalerei aus dem Jahr
1509, angefertigt in Erinnerung an die Verlobung von
Arthur Tudor, dem älteren Bruder
von
Heinrich VIII., mit
Katharina von Aragón. Andere
Glasfenster erinnern an
William Caxton, den ersten
englischen Buchdrucker, Sir
Walter Raleigh, der hier 1618
begraben wurde, und an den Poeten
John Milton, ein Mitglied der
Kirchgemeinde.
Zu den Personen, die in der Kirche ihre
letzte Ruhestätte fanden, gehört der böhmische Kupferstecher
Wenzel Hollar. Zahlreiche
Berühmtheiten wurden in St. Margaret’s getraut, darunter
Samuel Pepys und seine Frau sowie
Winston Churchill und Clementine
Hozier. Die Kirche wurde 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe
erklärt.
Westminster Abbey
Westminster Abbey ist eine Kirche
im Stadtteil City of Westminster. Traditionell werden hier die
Könige von England gekrönt und
beigesetzt. Die
Stiftskirche des
Kollegiatstifts St. Peter,
Westminster gehört zur
Kirche von England, ist aber
aufgrund ihrer Funktion keiner
Diözese zugehörig, sondern
Eigenkirche (royal peculia) der
britischen Monarchie.
Der Haupteingang befindet sich an der
Westseite. Das Portal wird von Darstellungen der vier christlichen
Tugenden Wahrheit, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Friede sowie von
Märtyrern des 20. Jahrhunderts
gerahmt. Im Mittelschiff liegt das Grab des Unbekannten Soldaten. In
Erde von den belgischen Schlachtfeldern ruht dort ein unbekannter
Soldat des Ersten Weltkriegs „inmitten der Könige, weil er seinem
Gott und Vaterland gut diente“, wie eine Inschrift auf schwarzem
Marmor verkündet. Den Gefallenen beider Weltkriege wird auch in der
St.-Georgs-Kapelle gedacht.
Im linken (nördlichen) Querschiff sind
zahlreiche berühmte britische Staatsmänner bestattet, unter anderem
William Pitt,
Palmerston,
Benjamin Disraeli und
William Gladstone. Vom nördlichen
Teil des Querschiffs betritt man die hinter dem Hochaltar gelegene
„Kapelle
Eduards des Bekenners“. In der
Mitte befindet sich der Sarg des 1066 gestorbenen Königs. Dahinter
steht der Krönungsstuhl, in dem sich bis 1996 der
Stein von Scone befand.
Auf diesem Stein wurden jahrhundertelang die
schottischen Könige gekrönt, bis ihn
Eduard I. im Jahr 1297 den Schotten
abnahm. Zu Weihnachten 1950 wurde der Stein gestohlen und erst nach
langem Suchen wiedergefunden. 1996 wurde er offiziell an Schottland
zurückgegeben und befindet sich seitdem im
Schloss von Edinburgh. Der Stein
gilt als ein Symbol für die Einheit der Königreiche England und
Schottland.
In dieser Kapelle befinden sich außerdem die Särge von
Heinrich III., Eduard I.,
Eduard III.,
Richard II. und
Heinrich V.. Die UNESCO erklärte
die Kirche 1987 zum Weltkulturerbe.
Westminster Cathedral
Die
Westminster Cathedral ist die
katholische Hauptkirche von Wales
und England. Sie befindet sich in der
City of Westminster. Erzbischof
Wiseman (1802–1865) begann mit den
Spendensammlungen für die neue Kathedrale. Er war der erste
römisch-katholische
Kardinal und Erzbischof in England
nach der
Reformation. Doch erst im Jahre
1895 konnte mit dem Bau begonnen werden. Eröffnet wurde die
Kathedrale im Jahre 1903.
Man entschied sich beim Bau für den
byzantinischen Stil. Von außen
besticht das Gebäude durch die aufwendig gestaltete
Backsteinfassade, die hohe Kuppel und nicht zuletzt durch den für
diese Breiten völlig untypischen freistehenden
Glockenturm. Im Inneren überrascht
sie durch die Raumwirkung und vor allem durch die Mosaiken an Decken
und Wänden, die ständig vervollständigt werden. In der Holy Souls
Chapel im Seitenschiff wurden mehr als 100 verschiedene Marmorsorten
verarbeitet.
Neasden Temple
Der
Neasden Temple (Shri Swaminarayan
Mandir) im Stadtbezirk
Brent ist nach dem Tempel in
Tividale (West
Midlands) der größte
Hindu-Tempel außerhalb Indiens.
Errichtet wurde er in den 1990er-Jahren von einer hinduistischen
Sekte, der Swaminarayan-Mission aus
Ahmedabad (Indien). Die Kuppeln und
Türmchen bestehen aus
Carrara-Marmor und bulgarischem
Kalkstein; innen sind die Altäre
mit Blumenschmuck hinduistischer Götter (Murtis) ausgestattet. Jeder
der 26.300 bearbeiteten Steine besitzt ein anderes Motiv.
Innerhalb von drei Jahren wurde das Bauwerk
zusammengefügt und am 20. August 1995 eröffnet. In der Konstruktion
ist auf Eisenträger verzichtet worden, da Stahl nach hinduistischem
Verständnis Magnetwellen abstrahle, die die
Meditationsruhe stören. Der Tempel
beherbergt die ständige Ausstellung „Understanding Hinduism“
(Begreifen des Hinduismus) und ein Kulturzentrum.
Aziziye-Moschee
Die
Aziziye-Moschee im Stadtteil
Stoke Newington wird hauptsächlich
von der türkischen Gemeinde in Anspruch genommen.